Der Bolognaprozess und ECTS in der Schweiz

Stand der Umsetzung der Bolognareform in der Schweiz :

Im Herbstsemester 2008/09 haben 98% Studienanfängerinnen und Studienanfänger ihr Studium an einer universitären Schweizer Hochschule in einem Bachelorprogramm aufgenommen (inkl. Medizin) und 80% der Universitätsstudierenden waren in einem Bachelor- oder Masterstudium eingeschrieben. In 2 bis 3 Jahren werden circa 100% der Studierenden in den  neuen Studiengänge immatrikuliert.

Bologna-Barometer 2009: Auswirkungen der Bologna-Reform auf die Studierendenströme und auf die Mobilität an den Schweizer Hochschulen
BFS Publikation, August 2009

Bologna-Monitoring 2008-2011. Erster Zwischenbericht 2008/09

National Report: 2007-2008, Switzerland
Bericht über den Stand der Umsetzung der Reform in der Schweiz, welcher für die Konferenz der Europäischen MinisterInnen Ende April 2009 in Leuven/Louvain-la-Neuve erstellt wurde.

Schlussbericht 2004-07 der CRUS über den Stand der Umsetzung der Erneuerung der Lehre an den universitären Schweizer Hochschulen im Rahmen des Bologna-Prozesses

Die Bolognareform in der Schweiz:

Im Juni 1999 trafen sich 29 europäische Bildungsminister, einschliesslich des Schweizer Staatssekretärs Charles Kleiber, in Bologna, um mit der Unterzeichung der Bologna-Deklaration den Grundstein zur Entstehung des europäischen Hochschulraumes zu legen. Mehr

Im Jahr 2001 erhält die CRUS vom Bund das Mandat, den Reformprozess in den Schweizer Hochschulen zu koodinieren. Diese erste Etappe mündet in der Ausarbeitung von Richtlinien, welche am 4. Dezember 2003 von der SUK verabschiedet werden. Diese Bologna-Richtlinien setzen die Minimalvorgaben fest, die für die Umsetzung von Bologna an den Schweizer Universitäten gelten. Um die Reglementierung der Umsetzung der Bolognareform zu ergänzen und detaillieren hat die CRUS Bologna-Empfehlungen und mehrere Regelungen erarbeitet.

Einführung und Benützung von ECTS in den Universitäten:

Die im Juni 1999 unterzeichnete Bolognadeklaration sieht die Einführung eines Credit-Systems, wie dem ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) vor. Das ECTS wurde ursprünglich 1989 im Rahmen des europäischen Mobilitätsprogrammes Erasmus eingeführt. Das ECTS soll durch die Vereinfachung der akademischen Anerkennung der Studienperioden, die in einer anderen Institution verbracht wurden, die Mobilität fördern. Seit der Unterzeichnung der Bologna-Deklaration ist das ECTS auch zu einem Werkzeug zur Credit-Akkumulation weiterentwickelt worden.

Die Verwendung des ECTS und seiner Prinzipien basiert auf der gesetzlichen Grundlage der Bologna-Richtlinien (Art. 2) der SUK. Diese Grundlage ergänzend, hat die CRUS ECTS-Empfehlungen erarbeitet, welche mit den entsprechenden Bestimmungen zu ECTS auf europäischer Ebene übereinstimmen und den Universitäten als Referenzpunkt dienen.

2006-2008 wurde eine Machbarkeitsstudie zur statistischen Verwendung von ECTS -Credits durchgeführt. Mehr Info

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29.06.2010