Planung der Schweizerischen universitären Hochschulen
1. Rechtliche Grundlagen
Auf der Grundlage des Universitätsförderungsgesetzes (UFG) und des interkantonalen Konkordates über universitäre Koordination beauftragt die Vereinbarung zwischen dem Bund und den Universitätskantonen über die Zusammenarbeit im universitären Hochschulbereich die CRUS, die Universitätsplanung zuhanden der Schweizerischen Universitätskonferenz und nach deren Weisungen zu erarbeiten (Art. 13. al. 2, litt c).
2. Planung 2008-2011
Die CRUS hat am 10. März 2006 den Bericht der CPC-CRUS über die Strategische Planung 2008-2011 der Schweizerischen Universitäten genehmigt und an die Schweizerische Universitätskonferenz weitergeleitet.
Diese Planung für die Beitragsperiode 2008-2011 führt diejenige der Jahre 2004-2007 fort und ist auf die Erreichung der Zielvorstellungen für 2015 ausgerichtet:
„Dank der Dichte, Vielfalt und Qualität ihrer Universitäten ist die Schweiz einer der herausragenden Bildungsplätze Europas.“
Um bis 2011 durch die Erneuerung von Lehre und Forschung die internationale Stellung und Integration der schweizerischen universitären Hochschulen zu festigen sowie durch die Ausbildung von hochqualifizierten Arbeitskräften nachhaltig zur Innovationskraft beizutragen, hat die CRUS drei strategische Prioritäten für 2011 definiert:
1. Modernisierung der Forschung
Nach Lancierung der tiefgreifenden Erneuerung der Grundausbildung (Bolognareform), welche mit Blick auf die Visionen der Universitätslandschaft 2015 zu Ende zu führen ist, stehen die schweizerischen Universitäten nun vor der Aufgabe, ihre Reformen durch die Modernisierung der universitären Forschung fortzusetzen.2. Erneuerung der Lehre
In den Jahren 2003 bis 2007 wird die Studierendenzahl um 6% ansteigen; die Erhöhung der Grundbeiträge und der Beiträge gemäss Interkantonaler Vereinbarung erlaubt während desselben Zeitraums die Schaffung von 7% zusätzlichen Professuren. Eine Verbesserung der Betreuungsverhältnisse wird also nicht möglich sein; im besten Fall kann eine weitere Verschlechterung der Situation abgewendet werden. Zudem ist keine langfristige Finanzierung für die gemäss Bologna erneuerte Lehre vorgesehen. Zur Sicherung einer qualitativ hochstehenden universitären Lehre ist es daher unabdingbar, die während der Beitragsperiode 2004-2007 unternommenen Anstrengungen fortzusetzen.
3. Stärkung der Internationalisierung der Universitäten
Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren, ist es wichtig, den Master- und Doktoratsprogrammen eine internationale Sichtbarkeit zu verleihen.
Die Umsetzung dieser drei strategischen Prioritäten für 2011 erfordert Massnahmen auf vier Ebenen:
1. Standardisierung der Doktoratsbildung
Um einerseits die Bolognareform mit der Erneuerung der auf die Masterausbildung folgenden Stufe zu vervollständigen und andererseits einen Beitrag zur Modernisierung der universitären Forschung durch mehr Qualität und Attraktivität in der Ausbildung der Forschenden zu leisten, ist eine Standardisierung der Doktoratsausbildung erforderlich.2. Anpassung des Studienangebots gemäss den Zielvorstellungen für die Universitätslandschaft 2015
Voraussetzung für die Realisierung der Universitätslandschaft 2015 ist ein Strukturierungsprozess beim universitären Lehrangebot, der den Abschluss der Bolognareform ermöglicht und die „Spielregeln“ der Strategie 2015 berücksichtigt.3. Erneuerung der Lehre
Für die Weiterführung der in der vorhergehenden Beitragsperiode begonnenen Massnahmen zur Erneuerung der Lehre sind die Betreuungsverhältnisse zu verbessern, ist die Bolognareform zum Abschluss zu bringen und sind neue pädagogisch-didaktische Ansätze weiterzuentwickeln.4. Gemeinsame Projekte aller Universitäten
Für die Steuerung des Systems und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit müssen die entsprechenden Infrastrukturen laufend angepasst werden und moderne Verwaltungsinstrumente zur Verfügung stehen.
3. Dokumente zur universitären Planung
Planung 2008 - 2011
- Strategische Planung 2008-2011 der Schweizerischen Universitäten, Bericht der CPC-CRUS, von der CRUS am 10. März 2006 verabschiedet. Weitergeleitet von der SUK an den Bundesrat am 6. April 2006. Französische Version
- Universitätslandschaft Schweiz: Strategie 2005-2015, verabschiedet von der CRUS am 17. September 2004.
Französische Version
- Consultation des universités suisses sur le document "Universitätslandschaft Schweiz: Ziele 2015", rapport de synthèse
Planung 2004 - 2007
- Renforcement de la formation universitaire - renouvellement de l'enseignement, rapport sur la planification stratégique des universités suisses 2004-2007 (30 janvier 2002)
- Renforcement de la formation universitaire - renouvellement de l'enseignement, version courte de la planification stratégique des universités suisses pour 2004-2007
- Planification stratégique 2004-2007, document de principe (9 novembre 2001)
- Contribution à la discussion sur le financement des hautes écoles (16 mai 2001)
- Gesamtschweizerische Mehrjahresplanung 2004-2007: Planungskonzept der CRUS (17. November 2000)